Ostern divers

Ostern muss Ostern bleiben, schon klar, aber die Welt dreht sich und so verändern sich auch die Gewohnheiten und hiermit auch die Feste. Am Brauchtum wollen aber die meisten festhalten.

Spätestens jetzt, wenn Sie dieses Heft in Ihren Händen halten, sind es noch drei Wochen bis zum Ostersonntag, inklusive Karwoche, Osternestsuchen und dem mehr oder minder „großen Fressen“ sowie einem Zusammentreffen von Familien und Freunden. Der Schweinebauer wetzt schon die Messer und der Einzelhandel freut sich auf einen anständigen Reibach. Es soll ihm vergönnt sein. Laut Statistik macht das in Summe pro Person € 100,- für Geschenke und € 59,- für die Verköstigung. Für den Handel ist es das zweitwichtigste Geschäft nach Weihnachten. In Zahlen betrachtet landen 230 Tonnen Osterschinken und Fleisch auf festlich geschmückten Tischen, laut AMA verspeisen wir 45-60 Mio. Eier, das sind bis zu 40 Eier pro Haushalt, wenn man es genau wissen will. Es fehlt uns also an nichts und solange nicht Geselchtes mit Blattgold verziert wird und nichts im Müll verschwindet, sind das schlussendlich auch nur Statistiken.

Jedoch ist Ostern natürlich viel mehr: Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es auch im kulinarischen Schmelztiegel zwischen Kärnten, Steiermark, dem Friaul und Slowenien zu finden, weiß der Kärntner Gastrosoph Lojze Wieser zu berichten. Vom Eierkren bis zum Reindling lassen sich ganze Regionen erkennen. Spannend wird es, wenn man Ostern bezüglich der gesellschaftlichen Belange hinterfragt. Ist man noch gläubig und besucht zur Osterzeit einen Gottesdienst? Ja, nein oder mehr denn je? Hier scheiden sich die Geister. 

Ostern mit verschiedenen Zugängen.

Manche lehnen vieles ab, andere sagen zu. Am ehesten trifft man sich im Brauchtum. Gerade hier sind Kinder ein verbindendes Element. Auskunft gibt unser 40plus-Talk. Eines steht zumindest fest, Ostern wird divers gefeiert. Diesbezügliche Antworten sucht auch die Kunst. Die Kirche war von jeher ein wichtiger Auftraggeber für die Kunst, heute sind die Zugänge zur Kirche vielseitig. Galerist Gerhard Sommer hat hier einiges zu berichten. Hinsichtlich der verschiedenen Zugänge in der Kunst und in der Gesellschaft steht fest, dass Ostern mittlerweile ein äußerst diverses Fest ist. Übrigens ein gutes Zeichen, denn je mehr eine Gesellschaft Vielseitigkeit zulässt, desto mehr befindet sie sich laut Soziologie auf dem richtigen Weg und ist mit ihrer Entwicklung noch lange nicht am Ende – in diesem Sinne einmal frohes Eierpecken!

Bioenergie – jetzt erst recht!

Als ich diese Zeilen verfasste, begann gerade die kriegerische Auseinandersetzung zwischen den USA und Israel mit dem Iran. Da der Iran eines der wesentlichen Erdöl exportierenden Länder der Welt ist, liegt es in der Natur der Tatsachen, dass die Energiepreise wieder ansteigen werden. Wir haben uns mit diesem Szenario befasst, einschließlich der notwendigen drastischen Reduktion fossiler Energieträger sowie der Stärkung erneuerbarer Energie. Heizen mit Pellets aus Österreich, das ist ein kleiner aber feiner Beitrag, der in Summe viel bewegen kann. Dazu gehört auch immer ein Stück Forschung, wie zum Beispiel die TU Graz, die im Zusammenschluss mit anderen Universitäten aus Tomatenabfällen nachhaltigen und wirtschaftlich konkurrenzfähigen Flugkraftstoff entwickeln will. Projektstart war am 01.01.2026, die Zukunft hat also begonnen!

Auf alle Fälle wünsche ich Ihnen ein frohes Osterfest!

Martin G. Wanko, Chefredakteur

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