Trotz hoher Nachfrage und positiver Impulse für Reparaturbetriebe wird die Prämie 2027 nicht fortgeführt. Der Bund beabsichtigt, dadurch jährlich 30 Millionen Euro einzusparen; ein finanzieller Ersatz ist derzeit nicht vorgesehen. Für die Branche bedeutet das Aus einen Rückschlag, da viele Betriebe im Zuge der bisherigen Förderung bereits zusätzliches Personal eingestellt oder qualifiziert haben.
Hohe Akzeptanz bei Betrieben und Bevölkerung
Rund 2.400 Partnerbetriebe beteiligen sich an der Aktion in ganz Österreich. Bislang wurden etwa 122.300 Bons eingelöst oder zur Refundierung eingereicht – davon 18.115 in der Steiermark, was die sehr gute Annahme der Förderung belegt. In der Bevölkerung hat sich zusätzlich ein neues Gewissen aufgebaut: Reparieren schont Ressourcen, vermeidet Müll und sichert regionale Wertschöpfung sowie qualifizierte Arbeitsplätze in den Fachbetrieben.
Spitzenreiter sind Kaffeemaschinen.
Die unangefochtenen Spitzenreiter in den heimischen Werkstätten sind Kaffeemaschinen, die 18 Prozent aller geförderten Instandsetzungen ausmachen. Gefolgt von Waschmaschinen mit 17 Prozent und Geschirrspüler mit 16 Prozent, auch Laptops und Backöfen erhalten eine zweite Chance. Das rege Interesse überrascht kaum: Mit der Geräte-Retter-Prämie lassen sich schließlich die Hälfte der Kosten – 50% bis zu 130 Euro pro Service oder Reparatur sowie 30 Euro für Kostenvoranschläge – einsparen.
Jetzt noch Prämie nutzen!
Die steirische Landesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker gibt das Projekt jedoch noch nicht auf! Innungsmeister-Stellvertreter Arno Adler verhandelt weiterhin mit den zuständigen Ministerien über eine Weiterführung der Prämie. Ganz wichtig jedoch, die Prämie bis zum Ablauf am 31.12.2026 zu nutzen.

Bilder: BMLUK, pexels-bulat843
