Der Forschende hat seit jeher einen schweren Stand. Damit hat der geniale Albert Einstein zu tun, der für die Menschheit dem Aussehen nach eher ein Freak war und dessen Zitate man eher Billy Wilder, einem Künstler also, in den Mund legen würde, als einem der renommiertesten Forscher, wenn nicht dem renommiertesten des letzten Jahrhunderts. Einstein wirft einen langen Schatten voraus: Von Daniel Düsentrieb bis zu Dr. Emmett „Doc“ Brown aus “Zurück in die Zukunft” ist das Bild eines Forschenden zwischen schrullig und exzentrisch eingereiht. Das Gegenüber, der als distanziert und arrogant wahrgenommener J. Robert Oppenheimer, lässt jetzt auch nicht viel Spielraum. Dass Forscher und per se Forschung jedoch die Kronjuwelen eines Landes sind, ist noch immer nicht so ganz durchgesickert, ansonsten könnte eine Frau Minister nicht arglos sagen, dass Forschung und Entwicklung nicht an den Agenden dieser Regierung stünden. Wir sollten uns also durchaus mit den Forschenden identifizieren, und da ist eine gelegentliche “Wir sind Nobelpreis”-Jubelstimmung zu wenig. Mehr über die vielseitige Welt der Forschung im Blattinneren.
Alles KI?
Die Brücke von der Forschung zur Künstlichen Intelligenz ist schnell geschlagen, zumal kaum eine Woche ohne Erfolgsmeldungen über neue AI-Durchbrüche vergeht. Während anfangs noch Unbehagen dominierte, wandelt sich die Einstellung zunehmend in Neugier, da die praktischen Vorzüge – etwa im Gesundheitswesen oder bei Infrastrukturprojekten – immer deutlicher wurden. Die KI hat sich in kürzester Zeit fest im Berufsalltag etabliert. Sie wird Berufsbilder verändern und Berufsfelder neu definieren. Wir stehen hier zweifellos vor einer erheblichen Challenge. Um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, werden Unternehmen die Technologie jedoch verstärkt an Schlüsselpositionen integrieren müssen. In der Forschung ist sie bereits unverzichtbar geworden, da sie gewaltige Datenmengen verarbeitet und Ergebnisse in Rekordzeit liefert. Einen tieferen Einblick in diese Entwicklungen bietet die aktuelle Ausgabe von 40plus.
Genüssliche Auszeit
In herausfordernden Zeiten tut es ganz gut, sich eine Auszeit zu gönnen und nein, uns zieht es nicht in die Ferne, wir bleiben hier. Die herbstliche Jahreszeit lädt dazu ein, kulinarische Glanzlichter, die farbenfrohe Pracht der Natur und behagliche Stunden der Erholung in Einklang zu bringen. Ein im Herbst schon zur Tradition gewordener Genussevent ist das Trüffelfestival in der Grazer Innenstadt vom 20. Oktober – 01. November 2026, wo internationale und regionale Trüffelspezialitäten den Gaumen erfreuen und sich Graz zur GenussHauptstadt Österreichs verwandelt. Zusätzlich dazu erlaubten wir uns ein Genussalphabet zu erstellen, frei nach A wie Auster oder H wie Hedonismus beziehungsweise Höhlenhonig-Hühnchen.
Martin G. Wanko, Chefredakteur
Foto: CLARISSA BERNER
