Politik muss wieder Probleme lösen, statt welche zu schaffen!

Kurt Hohensinner geht bei der Grazer Gemeinderatswahl am 28. Juni als VP-Spitzenkandidat ins Rennen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der 47-Jährige ist begeisterter Läufer. Also hat sich 40plus ein besonderes Interview-Format überlegt: So wie ein Halbmarathon über 21 Kilometer ausgetragen wird, stellt 40plus 21 Fragen rund um Graz. Unterstützung erhält 40plus von Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom.

   1. Welche Bedeutung hat das Laufen für Sie?

– Kurt Hohensinner: Das Laufen hält mich körperlich und mental in Bewegung und ist ein wichtiger Ausgleich. Es hilft mir, Gedanken zu sortieren und neue Ideen zu entwickeln. So wie in der Politik braucht es auch da klare Ziele und Beständigkeit.

2. Ist Kurt Hohensinner politisch so konsequent wie beim Laufen?

– Manuela Khom: Ja, und das merkt man tagtäglich. Kurt Hohensinner arbeitet Themen konsequent ab und verliert dabei das Ziel nicht aus den Augen. Genau diese Klarheit fehlt in Graz derzeit oft. Viele Menschen spüren einen Stillstand in der Landeshauptstadt. Ich bin überzeugt: Kurt Hohensinner kann das ändern.

3. Wie würden Sie die aktuelle Stimmung in Graz beschreiben?

– Hohensinner: Die Stimmung ist leider eindeutig, auch die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Viele Grazerinnen und Grazer sind unzufrieden, für zwei Drittel hat sich die Lage in den letzten Jahren verschlechtert oder stagniert. Das ist ein klares Signal: Graz bleibt derzeit unter seinen Möglichkeiten.

4. Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land?

– Khom: Aus meiner Sicht wird vielen wichtigen Zukunftsthemen, die Graz, aber auch die gesamte Steiermark betreffen, zu wenig Bedeutung beigemessen. Das betrifft gerade die Wirtschaft in unserer Landeshauptstadt, denn damit sind Arbeitsplätze, Wohlstand und ein selbstbestimmtes Leben eng verbunden.

5. Was läuft konkret schief?

– Hohensinner: In Graz fehlt derzeit ein klarer Plan. Die Menschen spüren das im Verkehr mit Stau, Baustellenchaos und schlechter Erreichbarkeit, in einer Innenstadt, die an Dynamik verliert, und in einer Wirtschaft, die für die Stadtspitze keine Priorität hat. Gleichzeitig wird oft an falschen Stellen gespart, etwa bei Schulbauten und Kinderbetreuung.

6. Was muss sich in Graz unter Kurt Hohensinner ändern?

– Khom: Graz braucht wieder eine Politik mit Hausverstand. Verlässliche Entscheidungen, klare Prioritäten und pragmatische Lösungen statt Ideologie und Unberechenbarkeit. Kurt Hohensinner steht genau für diesen Zugang und für einen echten Kurswechsel.

7. Was braucht der Wirtschaftsstandort Graz jetzt konkret?

– Hohensinner: Drei Dinge: Erstens, schnellere Verfahren, damit Projekte nicht an Bürokratie scheitern. Zweitens, gezielte Unterstützung für Betriebe. Und drittens, eine aktive Standortpolitik – vor allem für die Innenstadt, die nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern echte Maßnahmen braucht.

8. Wo sehen Sie aktuell die größten wirtschaftlichen Chancen für Graz?

– Khom: Graz ist das starke Herz der Steiermark und hat enormes Potential in vielen Bereichen wie Forschung, Technologie und Industrie. Mit Kurt Hohensinner und seinem Team kann endlich wieder diese wirtschaftliche Kompetenz an die Spitze der Stadtregierung gelangen, die diese Stadt so dringend braucht: Stärkung von Innovation, Förderung von Kooperationen und bessere Rahmenbedingungen für unsere Betriebe.

9. Sie sind Bildungsstadtrat. Wo sehen Sie in diesem Bereichaktuell die größten Herausforderungen?

– Hohensinner: Unter Bürgermeisterin Kahr haben wir 500 Kinderbetreuungsplätze verloren. Dabei bräuchten wir jetzt einen starken Ausbaukurs. Gleichzeitig wurden bereits fertig geplante Schulausbauten abrupt gestoppt. Hier wird an der falschen Stelle gespart. Ich stehe für eine Politik, die in Kindern Zukunft sieht, und nicht nur einen Kostenfaktor.

10. Was zeichnet Kurt Hohensinners Bildungspolitik aus?

– Khom: Während der Ausbau des Bildungsangebotes in der Steiermark voranschreitet, gibt es in Graz noch viel zu tun. Kurt Hohensinner steht für einen echten Kurswechsel. Mehr Kinderbildungsplätze, moderne Infrastruktur, bessere Vereinbarkeit. Das ist nicht nur Bildungspolitik, sondern gleichzeitig auch Sozial- und Wirtschaftspolitik.

11. Was würden Sie im Bildungsbereich konkret zuerst umsetzen?

– Hohensinner: Der Ausbau der Kinderbetreuung muss Priorität haben. Nur so schaffen wir echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ich habe einen umfangreichen Ausbauplan vorgelegt. Der muss endlich umgesetzt werden.

12. Kommen wir zum Verkehr. Was muss sich ändern?

– Hohensinner: Wir brauchen in Graz endlich eine Verkehrspolitik, die alle mitnimmt statt ideologischer Einseitigkeit. Konkret heißt das: ein funktionierendes Baustellenmanagement, mehr Park&Ride-Angebote und ein intelligentes Parkleitsystem, damit man nicht ewig einen Parkplatz suchen muss. Gleichzeitig müssen Öffis gezielt ausgebaut werden. Es geht nicht um Entweder-oder, sondern um ein Miteinander aller Verkehrs- mittel – mit dem klaren Ziel, den Alltag für die Menschen spürbar zu verbessern.

13. Warum werden diese Probleme aktuell nicht besser gelöst?

– Khom: Mein Eindruck ist, dass man nicht an alle Verkehrsteilnehmer denkt. Es braucht nicht nur ein Zusammenspiel aus Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern, man muss in der Stadt auch die Pendler aus dem Umland mitdenken. Auf die vergisst man aus meiner Sicht komplett!

14. Inwiefern hat die Wahlbeteiligung für Sie einen Einfluss auf das Ergebnis?

– Khom: Das wird entscheidend sein. Bei der letzten Gemeinderatswahl haben nicht einmal 4.000 Stimmen Platz 1 von Platz 2 getrennt – und das in einer Stadt mit über 200.000 Wahlberechtigten. Es kommt also auf jede einzelne Stimme an, um über die künftige Ausrichtung der Stadtregierung zu entscheiden.

15. Wie sprechen Sie gezielt junge Menschen an?

– Hohensinner: Indem wir ihre Themen ernst nehmen: Leistners Wohnen, gute Ausbildung und sichere Jobs. Wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, bleiben junge Menschen auch in Graz.Und indem wir sie einbinden, nicht nur vor Wahlen. 

16. Manuela Khom – was unterscheidet Kurt Hohensinner von anderen Kandidaten?

Khom: Er verspricht nicht das Blaue vom Himmel, sondern er liefert. Kurt Hohensinner sagt klar, was möglich ist und arbeitet dann an der Umsetzung. Das schafft Vertrauen.

 17. Wie wollen Sie das Vertrauen der Grazerinnen und Grazer zurückgewinnen?

– Hohensinner: Durch Transparenz und Verlässlichkeit. Die Menschen müssen wieder gehört werden und informiert sein, warum etwas passiert – und vor allem sehen, dass es besser wird. Politik muss wieder Probleme lösen, statt welche zu schaffen. 

18. Manuela Khom – Hat Kurt Hohensinner die Ausdauer für diesen Job?

Khom: Als Marathonläufer hat er nicht nur das Zeug dazu, mitzulaufen, er läuft voran. So wie die Steiermark eine Landeshauptstadt in ihrer Mitte braucht, die das Tempo vorangibt, braucht die Stadtregierung auch jemanden an der Spitze, der Zukunft gestalten will und nicht bloß verwaltet. 

19. Wie sprechen Sie gezielt junge Menschen an?

Hohensinner: Indem wir ihre Themen ernst nehmen: leistbares Wohnen, gute Ausbildung und sichere Jobs. Wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, bleiben junge Menschen auch in Graz.Und indem wir sie einbinden, nicht nur vor Wahlen.

20. Welchen Appell möchten Sie den Grazerinnen und Grazern vor der Entscheidung mitgeben?

Khom: Mein Appell ist, sich bei dieser Entscheidung gut zu überlegen, welchen Weg Graz in den kommenden Jahren gehen soll. Wenn man sich eine Politik wünscht, die verlässlich arbeitet, klar entscheidet und die Stadt wieder nach vorne bringt, dann ist Kurt Hohensinner aus meiner Sicht die richtige Wahl.

 21. Abschlussfrage: Was erfordert mehr Ausdauer: (Halb-)Marathon oder Politik?

Hohensinner: Ganz klar Politik. Es ist ein Dauerlauf – aber einer, der sich lohnt. Denn mein Ziel ist klar: Graz wieder nach vorne zu bringen. Für mehr Lebensqualität, eine starke Wirtschaft und eine Stadt, die ihr Potenzial endlich ausschöpft.

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